Also gut, schliessen wir einen Kompromiss und sparen beide Zeit: ich lade Dich zu ein paar Proberunden auf dem Mac ein und zeige Dir das Programm LimeLight. Danach hoffe ich, dass Du das Programm intuitiv weiter erkunden kannst. Ich verlasse mich auf Deine Höhlenspürnase.
Bitte studiere mindestens die ersten Kapitel gründlich. Ich weiss, niemand
liest gerne Handbücher. Du gehst als Höhlenerforscher sowieso lieber
Deine eigenen Wege und entdeckst alles auf eigene Faust. Du liest aus Prinzip
nie Leerbücher, denn sie sind so ausführlich geschrieben, dass Du
schlussendlich alle Funktionen kennst, aber jegliche Lust verloren hast, sie je
anzuwenden.Nun, lies die Anleitung trotzdem. Sie ist für notorische Try-it-yourselfler geschrieben. Lies sie.
Was, Du bist schon im Programm und liest nicht einmal mehr diese Zzzzeilen. Viel Glück. Ich kann Dir ja dann am Telephon sagen, dass Deine Fragen im Manual beantwortet sind. Bis sehr bald.
So, So, Du bist noch nicht im Programm. Hast sicher das Manual schon ausgedruckt, wirst es gründlich durchpauken und Dich in ein paar Wochen getrauen, den Mac einzuschalten. Bist halt vorsichtig. Theoretiker. Machst sicher auch Seiltechnikübungen am Balkon. Nur Mut, die Absturzgefahr ist in LimeLight etwas geringer. Come on, just do it.
Aha, Du liest diese Einführung am Eingang der neuvermessenen Höhle im Dschungel von Papua Neuguinea. Grad früh dran bist Du nicht, aber sicher motiviert. Lies das Manual solange die Batterie reicht.
Aaahh, Du liest diese Zeilen am Mac, während Du parallel dazu schon im LimeLight rumexperimentierst. Du korrigiest das fehlende r in diesem Satz, übersetzt ihn auf englisch, kritisierst den Inhalt und Stil. Ich glaube es nicht, es gibt Dich wirklich. Den perfekten Leser.
Ooohh, Du vermisst Höhlensysteme, koordinierst die Daten Deiner Region, holst das Äusserste aus dem Programm, bringst LimeLight ins Rotieren, Du schreibst Fehlermeldungen, programmierst Zusatzprogramme, unterstützt Toporobot-Frischlinge, organisierst die lokale Benützergruppe und hast noch Zeit diese Zeile zu lesen. Du solltest Dir vielleicht Gedanken machen, ob Du Deine Freizeit nicht sinnvoller verbringen solltest. Aber mir soll's recht sein. Was will ich mehr ?
Ich wäre Dir sehr dankbar für eine kritische Durchsicht, sowie für alle Korrektouren, Ergänzungen, Hinweise...
Es wäre natürlich sehr nützlich,
wenn Du Dir gerade als Novize ein
paar Notizen über Deine Erfahrungen machen würdest. Ich
selbst habe zuwenig Distanz, um alle Schwierigkeiten beim Benützen des
Programms zu erkennen. Deine Tips würden anderen Benützern helfen sowie
mir Hinweise geben, wie ich die Benutzer-Schnittstelle vereinfachen könnte.
Ich werde diese
Tips laufend in diesen Text einbinden und ihn auch sonst auf den neuesten Stand
bringen.
In einer Beta-Version ist auch der normale Benützer noch Versuchskaninchen (Bugs Bunny).
Bitte dokumentiere so detailliert wie möglich alle Fehler und Ungereimtheiten.
Alle Passagen, die mit diesem Ikon markiert sind, sind
speziell für einen erfahreneren Toporoboter gedacht. Sie können vom
Einsteiger problemlos umklettert werden (Schwierigkeitsgrad IV+).
Lies diesen Text bitte auch, wenn Du schon Toporobot-Experte bist. Vieles
wird zwar trivial sein; wahrscheinlich findest Du aber trotzdem noch etwas
Neues. Benütze diesen Text am besten, um LimeLight einem Kollegen
vorzuführen (lighten und nicht limen). Bitte tastatourenberichte mir dann
alle Unklarheiten und Lücken.
Abschnitte, die mit diesem Ikon
markiert sind, sind wohl nur für einen Wizard (Topoguru, Mac-Hacker und
Software-Gourmet) geniessbar. Sie sollten vom Neuling besser gemieden werden
(A2, ziemlich überhängend).
Alle Stellen, die mit mit diesem Ikon gekennzeichnet sind,
markieren offene Fortsetzungen...
Hier überfliegen wir noch undokumentiertes, ja weitgehend unerforschtes Gebiet: Terra Incognita.
The black hole: Noch gar nicht programmiert.
Sobald das User-Interface etwas definitiver ist, wird es Sinn machen, das Ganze mit Bildschirmschnappschüssen zu untermalen. Ich plane neben einem gedruckten Handbüchlein auch interaktive On-Line Guides und Hilfen in HyperCard. Bis dahin musst Du Dich mit dem provisorischen Index am Schluss dieses Textes behelfen.
Wer hilft dabei? Gesucht: Texter und Illustratoren und Gestalter, die das Ganze in die endgültige Form bringen.
Sehr erfreulich ist der Fortschritt, den die französische Version des Manuals macht. Diese riesengrosse Arbeit konnte zum Glück auf mehrere Personen verteilt werden. Hier verderben nicht zuviele Köche den Brei (oder gar verbreiten zuviele Köche Verderben). Für eine Einzelperson wäre die Übersetzung viel zu aufwendig. (Zuviele Breie verderben den Koch).
Jean-Pierre Barbary übernahm die Initiative zur französischen Fassung und kämpfte sich mit einem Mini-Wörterbuch durch meinen Satzdschungel. Dies ist umso bewundernswerter, als er vorher kein Deutsch konnte. Learning by doing... Seine Methode gleicht etwas dem Sieb des Erathostenes: er schlägt Wörter nach, ersetzt sie überall mit 'Replace All' bis er das Grundgerüst intuitiv versteht. Vor allem der deuxieme partie der traduction ist encore im Stadium mixte und wird bilingues amüsieren, alle andern noch etwas verwirren. Jaques Farine und Jean-Louis Regez stopften mit Witz und Wissen schwierige Passagen. Sie ersetzten meine unübersetzbaren Wortstapeleien durch eigene. Michel Bovey, Christophe Lorin, Alex Hof, Frédy Fleury, Isabelle Bonhôte und weitere noch anonyme Volontäre fungieren nicht nur als Lektoren, sie liefern grad selbst wesentliche Beiträge. Merci beaucoup. Französisch ist halt schon viel eleganter. Ich selbst repariere im Prozess mein rudimentäres Schul-Französisch, ich versuche schon mit etwas Stolz französisch zu kalauern (contrepétrifier). Wenn die Übersetzung fertig ist, werde ich sie wieder auf Deutsch zurückübersetzen müssen, es würde dem Stil nicht schaden.
Marco Bertoli übersetzte in Rekordzeit das Programm auf Italienisch - bravo e grazie.
Auch eine Spanische Version ist in Aussicht (Andre Jordi, Clothilde La Rouille-Orsola).
Bob Vocke hat sich anerboten, die Toporobot-Gruppe in Amerika zu lancieren und die englische Übersetzung zu besorgen. Er fragte noch höflich, ob mir das recht sei. Nun Bob, ich werde Dich nicht davon abhalten.
Wenn in Zukunft die ganze Gruppe solchen Elan aufbringt, dann...