Ergänzungen zu Kapitel 5
Erläuternde Bilder zu Fig. 40:
Silikatgesteinsboden:
Die in alpinen Regionen erst lückenhaft ausgebildete Vegetation verhindert durchgehende Humushorizonte. Im Bild ist auch unter der Vegetation kein Ah-Horizont zu erkennen.
Humussilikatgesteinsboden:
Deutlich ist hier der ausgeprägte Ah-Horizont in den obersten 20 cm zu erkennen. Eine Weiterverwitterung hat aber an dieser Stelle noch nicht stattgefunden.
Regosol:
Visuell kaum vom vorhergenden Boden zu unterscheiden. Hier im Mittelland und Wiese ist der gut ausgebildete Ah-Horizont und darunter der C-Horizont zu erkennen. Der Tongehalt ist im Oberboden höher als 5%, eine Verbraunung ist aber noch nicht zu erkennen. Der pH-Wert im Oberboden ist höchstens schwach sauer.
Braunerde:
Deutlich ist hier unter Wald der 15 cm mächtige Ah-Horizont und darunter bis in etwa 100 cm Tiefe der braun-rötlich gefärbte Bw-Horizont zu erkennen. Der allmählich heller werdende Übergang ins ursprüngliche Ausgangsmaterial im unteren Profilteil kann als BwC-Horizont angesprochen werden. Humusform: Mull
Parabraunerde:
Unter dem (hier schlecht erkennbaren Ah-Horizont) ist der zweigeteilte Verwitterungshorizont deutlich zu sehen: In der oberen Profilhälfte ein hellerer E-Horizont (Tonauswaschung), darunter der intensiv braunrot gefärbte It-Horizont (Tonanreicherung). Die Graufärbung im unteren Bildteil stellt den C-Horizont (unverwittertes Ausgangsmaterial) dar.
Podsol:
Die für einen Podsol charakteristischen Horizonte sind deutlich zu sehen: Der etwa 10 cm mächtige Eluvialhorizont (E-Horizont) und darunter der durch Eisen- und Aluminiumoxide geprägte Anreicherungshorizont (Ife-Horizont). Das Ausgangsmaterial hier im Morteratschgebiet ist ein saures Silikatgestein, und die Vegetation (hier mit viel Heidelbeere) deutet ebenfalls auf saure nährstoffarme Verhältnisse hin. Nicht ganz typisch ist der in den obersten 5-10 cm entwickelte Ah-Horizont, der auf eine gewisse Degradierung hindeutet.